Der Großteil der meisten Junglehrer in Bayern ist derzeit unzufrieden mit seiner/ihrer Situation. Deshalb werden Flashmobs organisiert, Briefe an Abgeordnete verfasst oder auch die Elternbeiräte mit ins Boot geholt. Warum die Unzufriedenheit so dermaßen groß ist, soll hier kurz zusammengefasst werden.
Was kommt nach dem Referendariat?
Nach dem Lehramtsstudium geht es ins Referendariat. Dies ist (noch) garantiert und auch gut so. Weniger gut ist allerdings der Inhalt des Referendariats. Neben dem eigenständigen und selbstverantwortlichen Unterricht erwartet die jungen Lehramtsanwärter Lehrproben, mündliche Prüfungen, schriftliche Hausarbeiten und vieles mehr. Zeitlich ist dies kaum zu bewerkstelligen, trotz der "freien Zeit" in den Ferien (zum Zeit-/Belastungsfaktor als Lehrer geht's hier). Die extrem fragwürdige Art und Weise, wie die Noten während des Referendariats zustandekommen, ist dabei ein Kapitel für sich, das an anderer Stelle behandelt werden muss.
Wer diese zwei Jahre übersteht steht leider häufig vor dem Nichts. Kaum einer der fertigen Referendare bekommt heute noch eine Planstelle beim Freistaat Bayern, auch private, kirchliche oder städtische Schulen stellen nur noch vereinzelt ein.